Kinder können grausam sein – Der positive Effekt von Mobbing

Mobbing ist schlecht und böse. Es ist ein ganz furchtbares Problem, welches so furchtbar ist, dass nicht mal ein deutsches Wort dafür existiert, obwohl es 9 von 10 Leuten gefällt. Oder doch? Ich schätze in vielen Fällen ist es schlicht Erziehung zum Gruppenzwang und sozialer Kompatibilität.

Wo endet gleichrangige Erziehung und wo beginnt Mobbing? Mit dieser Frage möchte ich mich beschäftigen, denn wenn auch die Erziehung unter gleichrangigen als Mobbing gilt, dann spreche ich hier über die positiven Eigenschaften des Mobbings.

So gibt es passives und aktives Mobbing. Die passive Variante heißt soviel wie Ausschließen und die Unlust zur Intervenierung bei Schäden während das aktive Mobbing gleichbedeutend mit dem Anrichten von Schäden ist. Doch in meinen Augen gibt es gerade unter Kindern und Jugendlichen auch hierfür angebrachte Momente.

Meine Prämisse ist in diesem Fall, dass nicht alle Menschen unterschiedlich sind und erst recht nicht etwas besonderes. Manche Menschen sind schlicht anders und dadurch unangenehm. Im schlimmsten Fall sind sie in Konvergenz hierzu nicht mal besonders.

So ist der positive Effekt von Mobbing nichts anderes als der Zwang zur Anpassung. Denken wir diese Idee weiter, dann ist es der Anhalt dazu zu gehören und sich in die Gesellschaft zu integrieren und dieser Ansatz sich an soziale Normen zu binden ist umso wichtiger in einem Deutschland, welches die eigene Kultur nicht einmal öffentlich eine Leitkultur nennen darf.

Die negative Spielart oder, für mich das tatsächliche Mobbing, ist jenes bei welchem der Betroffene niemandem irgendetwas recht machen kann. Doch beim positiven Mobbing wird Anpassung und Opportunität belohnt, fast wie im echten Leben. Doch auch Eigenständigkeit und Individualität wird belohnt, solange die richtigen Normen eingehalten oder im Falle der von der Obrigkeit erzwungenen gebrochen werden.

Sind Kinder also tatsächlich grausam? In manchem Falle ja und hierbei handelt es sich schlicht um Mobbing. Dies ist ein ganz stumpfer sozialer Prozess, in welchem eine Gruppe Zusammenhalt durch Ausschluss und damit Exklusivität gewinnt. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass nicht nur diese Reichskristallnachtsattitüde in uns schlummert, sondern eben auch die Völkerwanderungsattitüde der begrenzten Attitüde der Integration und des Kompromisses, die unter Umständen eben erzwungen werden muss, um gemeinsame Normen beizubehalten oder zu brechen.

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