Die Frage nach dem Typ – Worauf wir eigentlich stehen

Es gibt sowohl unter Männern als auch unter Frauen oft die Frage auf was für einen Typ man steht. Dabei geht es bei Typ entweder um einen positiven Rassismus in der Frage nach Regionen der Erde oder Nationalität oder um eine Stereotypsammlung an Charakter- oder Anatomieeigenschaften oder einfach um beides.

Die Typfrage entwickelt sich meistens nach den ersten Erfahrungen mit oder nach einer gewissen Zeit der Partnersuche. Hierbei geht es zunächst tatsächlich um reine Anziehungskraft, auch von einer Fantasie beziehungsweise eines positiven Vorurteils. Der Typ steht im Übergeordneten auch immer für ausformulierte Eigenschaften, welche man sich wünscht und welche die Fantasie beflügeln. Manchmal entsteht ein Typ auch dadurch, dass einem das gefällt, was man hatte oder das was man hatte einem nicht gefallen hat.

Damit ist der rassistische Aspekt des Typs auch erstmal nur das rassistisch. Es geht hierbei um eine Grundintention, welche auch mit bestätigten Vorurteilen arbeitet, aber dennoch lädt der Typ hierbei dazu ein weiterhin zu enttäuschen oder einen möglichen Partner austauschbar zu machen. Gerade in kulturellem Sinne ist der Typ dann auch völlig austauschbar, daher ist die Typfrage in diesem Hinblick eher auf eine Sexualpartnersuche ausgelegt.

Wenn man nun über Charakter- oder Anatomieeigenschaften eines Typs spricht, dann geht es zumeist um Idealtypen und damit sind auch Einschränkungen möglich. Wir befinden uns hier also in der Planung eines Beziehungspartners. Hierbei wird bei der Auswahl des Typs sowohl auf Erfahrungen, als auch Ideale zurück gegriffen. Rein körperlich geht es darum, was einem tatsächlich gefällt und charakterlich um die Kompatibilität.

Wenn jemand also über die Idee von seinem eigenen und persönlichem Typen spricht, dann geht es um die Planung und Auswahl seiner Sexual- und Beziehungspartner. Zu streichen sind bei dieser Überlegung wohl Verallgemeinerungen, hierbei treten oft Attribute wie Körpergröße, nicht schlecht aussehen oder gepflegt sein auf, welche eher Platzhalter sind, um höflich abzulehnen. Sie/Er ist nicht mein Typ steht also im Kern für „Ich sehe keine Kompatibilität für den Sexualakt oder eine Partnerschaft auf einer oder mehrerer Ebenen, welche für mich eine zu hohe Priorität haben als dass ich sie ignorieren könnte“.

Damit ist der Typ nicht völlig unsinnig, da es wichtig sein kann sich selbst bewusst zu werden wen man eigentlich sucht und warum, dabei geht es fast schon rational weniger um die Liebe im Fall des Falles, die alle Grenzen in Disneymanier überwindet, sondern um eine ganz klassische hormonelle und soziale Kompatibilität. Dieser Denkvorgang findet also hier im ungezwungenen Smalltalk statt und der Typ auf welchen man steht wird sich auch selbst erkennen können. Im Fazit ist ein Denkschritt zurück von der unbesiegbaren Romantik ist in meinen Augen ein Gewinn für die gesamte Singlewelt.

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