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Skandalös! Und ich kann immer nur an die Ashleys aus Disneys großer Pause denken.

Der Fifa-Skandal oder ein Doping-Skandal, ja nun der wäre nicht mal für die Ashleys skandalös.

Die Korruption ist allgegenwärtig in fast jedem Gremium. Jeder in der Fifa war schon immer bestechlich. Es geht nur um die Summe. Natürlich ein bisschen muss man die ganze Geschichte geheimhalten, aber bitte. Jeder ist bestochen. die WM in Katar, als ob. Das einzige was ich peinlich finde ist die Aufregung. Es gibt nur gekaufte Stimmen und man kann jetzt entweder alle Personen durch die Mangel drehen und eine integere Ethikkommission einsetzen bis der Schmutz aus der Institution verschwunden ist, außer diese wird bestochen oder man nimmt es hin.

Vergleichbar sind Doping-Skandale. Diese sind noch viel weniger skandalös. Höher, Schneller, Weiter. Ja aber wie denn nun?

Jeder dopt. Manche Mittel sind schlimmer, manche sind besser. Und es mag Ausnahmetalente geben, aber Sportler, die ihr Leben auf eine Sportart verwenden, die nur für ihren Lebensunterhalt sorgt, wenn sie ein Jahrhunderttalent sind, dass immer gewinnt, die werden dopen. Die Anspruchshaltung ist nun einmal so. Man kann jetzt also entweder das Recht auf Selbstschädigung einsetzen lassen und eine Trennung zwischen dopenden und nichtdopenden Sportlern machen oder weiterhin das Politikum einsetzen lassen, dass manchmal kontrolliert wird, manchmal nicht und manchmal erwischt wird und manchmal nicht. Jeder mit sehr wenigen Ausnahmen dopt.

Ich kann Korruption nicht hinnehmen, sie ist für mich der größte Verlust von persönlichem Anspruch und der Ursprung menschlichem Verfalls. Aber ich würde es nicht für mich in Anspruch nehmen nicht bestechlich zu sein. Da sitze ich zufälligerweise auf einem Posten und jemand bietet mir mein 200faches Jahresgehalt für eine Stimmabgabe für eine Sportveranstaltung. Ich weiß nicht was ich tun würde, aber jeder hat seinen Preis.

Korruption ist allerdings immernoch etwas verwerfliches, die hohen Ämter eines Landes haben entsprechende Gehälter damit sie nicht mehr darunter leiden. Die Betonung von Ehrenhaftigkeit und Unbestechlichkeit ist ein hohes Ziel und ich gratuliere jedem von Herzen der sich diesen Zielen verpflichtet.

Doch Skandale sind es nicht. Skandalös ist der naive Umgang damit. Wir können diese Skandale als Anreiz nehmen, um den Druck auf Freiheit von Korruption zu verstärken, gerade für Personen in Ämtern, aber einfach nur einen Skandal anzuprangern, das Bauernopfer abzuwarten und die sich nicht veränderten Zustände dann bis zum nächsten Skanal hinzunehmen. Nun das ist Skandalös.




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Dystopen und Dystopien sind etwas überaus wirkmächtiges, wenn sie der Realität der Zukunft immer näher kommen. Der Begriff Big Brother oder großer Bruder stammt aus 1984 und die Zeitmaschine bleibt wohl das realistischste Überbleibsel des Klassenkampfes. Auch schöne neue Welt wird immer wieder rezipiert, wenn es um das Thema der genetischen Veränderung des Menschen geht.

Die wilden Dystopen sind also brandaktuell. Doch die wilden Dystopen entpuppen sich trotz ihrer Ideen von Welten die sich so schlecht wie nur möglich entwickelt haben eben nur als Inselbewohner, die gar nicht so schlecht sind. Ihr Max ist die unbarmherzige Realität.

Wo ein alles überwachender Polizeistaat die Idee ist, da geben wir unsere Daten ganz freiwillig raus. Und wer braucht schon Videoüberwachung, wenn wir uns selbst filmen. Wo Roboter die Macht an sich reißen, da sind wir ohne sie einfach hilflos oder gar nach ihnen süchtig.

Statt, dass wir davon sprechen wie viel der Dystopien sich anbahnt Wahrheit zu werden übertreffen wir die Vorstellugn der Dystopen um weites. In der Vorstellung wird das Volk immer mündiger, der Staatsbürger bewusster und muss durch Repression und Drogen nach Art des Soma ruhig gehalten wird. In neueren Auflagen wie Equilibrium, Gattaca oder V wie Vendetta müssen die Gefühle verändert werden, genetisch manipuliert werden oder das alte Mittel der Angst missbraucht werden um eine ungleiche Gesellschaft auszudefinieren. Selbst in Tekken oder Mutant Chronicles werden die Konzerne das Mittel Geld für die Herrschaft verwenden.

Doch wir sind ganz freigiebig mit unseren Werten und unserer Freiheit. Wir nehmen die kleinen Opfer ganz billigend in Kauf. Hier eine PayPal-Karte und dort eine App. Wir haben Gesetze die es uns möglich machen zu sehen auf welche Daten zugegriffen werden kann und wir billigen dies.

Wir fürchten keine zweite Realität wir zelebrieren sie. Wir leben in einer ungeschützten virtuellen Welt und denken, dass dies dazu gehört. Wir fürchten uns eventuell vor genmanipulierter Nahrung oder der Früherkennugn von Krankheiten bei Säuglingen, aber sind fasziniert von der Klontechnologie.

Vielleicht ist dies eine Übertreibung oder ganz einfach eine Aufbruchszeit während die Reglungen und Bestimmungen sowie der nachaltige Umgang mit den neuen Technologien langsam, aber sicher nachwachsen. Vielleicht werden wir uns aber auch eines Tages danach sehnen auf die Insel der wilden Dystopen zu flüchten, wo all dies nur unsinnige Ängste sind und wir schließlich doch aufwachen können.




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Cornern – Herleitung

Nun Cornern ist einfach herzuleiten. Ecke bedeutet in der englischen Sprache Corner, man germanisiert dieses Wort nun zu einem Verb und gelangt zu einer Tätigkeit in einer Ecke. Die Tätigkeit umfasst Konsum von legalen und illegalen Drogen, sowie herumsitzen und stehen. Man cornert in den Großstädten. In Großstädten gibt es gerade in den Bereichen der Vergnügungsviertel bzw. der Laufkundschaft Kioske, die hierzu unerlässlich sind, da sie die Getränke dazu stellen.

Ich möchte mich hier also mehr der Bedeutung vom Cornern widmen. Hierzu die Entstehung, die wirtschaftlichen Folgen und mein persönliches Empfinden.

Die Entstehung

Viele möchten gerade an den Wochenenden unter Leute kommen und sich amüsieren. Viele haben keine Lust zu tanzen oder einen eigentümlichen Musikgeschmack, daher werden sie nicht in Clubs gehen. Viele haben auch keinen großen Geldbeutel, deswegen werden sie die billigste Alternative wählen. Viele haben nicht einmal die Lust bei schönem Wetter drinnen zu sein oder sich Regeln eines Etablissements zu unterwerfen.

Diese Schnittmenge strandete, womöglich auch weil sie unterwegs war und sich nicht entscheiden konnte wohin. Sie strandete am Kiosk, der unverbindlichen Masse. Manche können früher oder später dazu stoßen und tatsächlich noch eine Lokalität aufsuchen und trinken hier nur vor und wieder andere wollten heute eh nicht so doll machen. Andere hoffen einen potenziellen Sexualpartner auszumachen oder wollen sich einfach nur einen reinsaufen, weil sie ihren aktuellen verloren haben. Gleichzeitig fühlt man sich dem Milieu der Straße zugehörig, man ist wild und richtig Ghetto und hofft auf eine Unterhaltung ‚a la Prügelei, Stress und so.

Das Bier für unterwegs, das Starterbier und das Wildpinkeln gab es schon immer. Doch hier trifft eine neue Kultur der Wochenendgestaltung auf das Althergebrachte.

Die wirtschaftlichen Folgen

Wirtschaftlich gehen natürlich die Gastronomiebetriebe, gerade die Kneipen drauf. Sie haben das Problem auszubaden zwischen ausbleibender Kundschaft und steigenden Mieten zu überleben. Die Clubs haben ihr eigenes Publikum. Die Unkosten die auf der Straße marodierender Jugendlichen verursacht werden steigen. Die Anwohner sind unglücklich, aber wissen nach meinem Empfinden wo sie wohnen und finden hoffentlich intelligente Wege.

Wie elementar diese Entwicklung ist wird daran bemessen werden wie lange dieses Phänomen sich in der Großstadt halten kann.

Mein persönliches Empfinden

Oh auch ich war Cornern. Es wiederstrebte mir zutiefst, ich möchte hier von verächtlicher Ablehnung sprechen. Es war für mich eine Veranstaltung von Gipstern, Halb-Gangster Halb Hipster. Jungs aus den Vororten Hamburgs die mal ihre dunkle Seite und ihre fehlende Bildung der Universität in die große, weite Welt tragen wollten, aber weder genug Taschengeld bekommen haben, noch der rythmischen Bewegung mächtig sind. Geschweige denn eigenes Geld verdienen oder zu halbwegs vollständigen Sätzen fähig sind, die nicht von 187 stammen.

Nun teils, teils.

Als Sammelbecken an einem öffentlichen Ort ist das Cornern sehr angenehm. Gleichzeitig stimmt es, dass man schnell unter Leute kommt in einem inzwischen entwickelten Rahmen. Die Zufuhr von Rauschmitteln und die Möglichkeit des Rauchens sind ausgezeichnet. Die frische Luft verhindert nassgeschwitzt zu sein und es gibt keine Schlange an der Urinentsorgung. Ich kann Cornern als Kompromiss zwischen Rausgehen und Zuhausebleiben begreifen und es als Freizeitbeschäftigung akzeptieren. Es ist eine sehr gute Alternative zu Musik die ich nicht mag, Balzverhalten in Tanzlokalitäten, Überfüllten Läden und bietet einen familiären Rahmen von Kommen und Gehen sowie der Abendgarderobe. Es ist wundervolle Möglichkeit der freien Entfaltung und Gestaltung, gerade für die Jugend einer Großstadt, die ihre Großstadt erleben und atmen möchte. Eine Jugend, die sich ganz selbstständig eine eigene Version des Wochenendes entwickeln kann ohne Zwang von Konsum, Lokalität und Geschmackszwang. Es ist eine quasi freiheitliche, friedliche Revolution der Jugend und begeistert mich.

Auf der anderen Seite widerstrebt es mir bei Wind und Wetter draußen zu sein. Ich verstehe nicht wie man auf Partnersuche geht, bei Partnern die man wortwörtlich an der Straßenecke schnell mal aufgabelt. Ich verstehe nicht warum ich aus Plastikbechern saufen soll, wenn kein Grill angeschmissen wurde. Ich verstehe ja nicht mal warum ich nicht Zuhause die Playse anschmeiße, wenn die Mische trotzdem 3 Euro kostet. Unter Leute kommen, ja aber was für Leute, da bleib ich ja lieber bei denen mit denen ich sowieso da bin. Es ist doch ein fauler Kompromiss nicht alle Vorzüge des steil gehens mitzunehmen nur um zu sparen oder schlicht weil man nicht gerne steil geht. Oder sich was besseres sucht, als der Ort der genauso überfüllt ist mit den gleichen Leuten, die einem auch innerhalb von Lokalitäten auf den Nerv fallen. Revolution, pah da kann ich auch sagen ich besteig nur den halben Berg, sauf mir da einen rein und nenn das Basislager+.

Ich bin also das Opfer eines gespaltenen Erlebens was das Cornern angeht. Ich werde es nicht aufgeben und nicht mehr darüber spotten. Ich bleibe aber in jedem Fall gespannt wie diese Entwicklung ausgeht.




Sprachgebrauch

Clausewitz der alte Preuße hat es in das Kinderzimmer geschafft allerdings weniger durch sein militärisches Wirken als sein Verständnis von Gewalt. Es deckt sich in dem Missverstehen des in die Kritik geratenen Jörg Baberowski.

Baberowski wurde im Zuge der Übergriffe in Köln als Gewaltforscher heran gezogen, wohl auch aufgrund seiner politischen Meinung. Hierbei führte er aus, dass die deutschen Bürger sich auf den Staat verlassen und auch auf das Gewaltmonopol.

Daraus wurde in der Diskussion deutsche Männer können sich nicht mehr hauen und müssen ihre blonden Frauen wieder beschützen lernen. Aber die Tatsache, dass alle schwule Weicheier geworden sind liegt an unserer Gesellschaft. Wie soll ein guter Jungsturm von einer alleinerziehenden, Homosexuelle tolerierenden, pazifistischen und vegan lebenden Mutter auch groß gezogen werden?

Oder wie der politisch korrekt formulierende Journalist fragt: Ist es Teil einer Enthebung der Fähigkeit selbst Probleme anzugehen? Werden die BürgerInnen entmündigt und autoritär behandelt?

Gut wir konnten feststellen das Vertrauen in den Staat und sein Gewaltmonopol ist eine gute Sache und die BürgerInnen des deutschen Staates können sich immernoch hauen, doch hier ruft uns Clausewitz ein weiteres Mal eine Botschaft zu.

Den Krieg beginnt der Verteidiger. Und der Krieg ist der Normalzustand nicht der Friede.

Die Gewalt ist der Alltag und diese Tatsache ist auf der Mikroebene der Kindererziehung vollständig bewusst. Wie damit umzugehen ist, das ist eine viel diskutierte Frage, doch gestellt wird sie jeder Zeit. Oft zwischen Geschlechterzwang und pazifistischem Faschismus, aber dennoch gestellt.

Auf der Mesoebene erschüttert Gewalt, aber ist nicht überraschend. Überraschend ist stets nur das Übermaß, da dieses auch eher Schlagzeilen abgibt. Bei eskalierten Demonstrationen, Fussballschlägereien, größeren Schlägereien an sich oder vereinzelten Morden gibt es eine Mischung zwischen Entsetzen und Faszination. Doch nur der Tatsache geschuldet, dass Clausewitz uns auf dieser Ebene noch halbwegs bewusst ist schafft es nicht jede Kiezprügelei auf die Titelseiten.

Nun aber zu Clausewitz vergessener Heimat der Makroebene. Dem Krieg.

Die Bundesrepublik steht in Kriegs- und Kriseneinsätzen ebenso sind wir in zwei militärischen Bündnissen, die einen Verteidigungsartikel haben. Uns schockiert der sogenannte IS mit Terror und Auftritten in sozialen Medien mehr als mit dem Krieg der gegen ihn geführt wird.

Wir kritisieren Armeen die keine Nahrungsmittel in Städte lassen, die sie aushungern wollen und können es nur mit Empörung hinnehmen, dass das humanitäre Völkerrecht jedem scheißegal ist sobald es besser scheint dagegen zu verstoßen.

Es ist nach meinem Verständnis schön und gut, wenn sich Menschen dem Krieg entfremden. Doch Clausewitz wartet spätestens im Kinderzimmer auf uns, wenn es daran geht zu verstehen und zu vermitteln warum die Gewalt in Staatshand eine andere als die in der eigenen.




Aktuelles

Eine Verschwörungstheorie zu schreiben ist nicht schwierig. Verschwörungstheorien fußen meistens auf Menschen die Geld verdienen wollen und anderen Menschen die zu dumm sind Zusammenhänge zu verstehen oder einen Komplex haben, der ihnen befiehlt sich für klüger oder auserwählt zu halten. Gleichzeitig ist es in Zeiten der neuen Medien und der Möglichkeit alles zu belegen, zur Not mit einer anderen digitalen Identität und alles abzustreiten, da alles möglich ist einfach seinen Wahrheitsanspruch zu erhalten.

Die Verschwörungstheorie muss gleichzeitig einen unbedingten Wahrheitsanspruch haben. Die tatsächliche Wahrheit lässt sich mindestens mit dem Argument abstreiten, dass alle Beweise gefälscht sind es ist schließlich eine Verschwörung keine wissenschaftliche Auseinandersetzung. Doch welchem Ziel dienen die Verschwörungstheorien?

Verschwörungstheoretiker bedienen sich häufig großen oder alltäglichen Ereignissen. Die Mondlandung oder Barcodes sind Beispiele hierfür. Gerne gesehen sind auch die Theorien zu den großen Weltverschwörungen. Hier ist es wichtig Geld als absolutes Machtmittel die Grundlage bilden zu lassen. Die herrschende Klasse sind dann für aufgeklärte Menschen die reichen Familien und Banken, wahlweise von Logen, Freimaurern und Illuminaten seit naja immer gelenkt oder eben die Juden. Antisemitismus funktioniert bei Verschwörungstheorien oft genauso gut wie Antiamerikanismus, aber das Argument, dass alle Teil von noch etwas größerem sind verhilft dem Jünger zu einer persönlichen Haltung des Auserwähltendaseins.

Meine persönliche Verschwörungstheorie lautet also folgendermaßen, da man keinen Hintergrund, keine Begründung oder Wissen braucht um eine zu erstellen: Ich habe jahrhundertelang geforscht und muss die Wahrheit verkünden, da es bald zu spät sein wird, denn ich verfüge über Wissen, welches nur wenige erreichen wird. Von diesen wenigen werden mir nur jene Glauben schenken, die auch über die Gabe verfügen, die noch nicht von jenen in die geistige Sklaverei gezwungen worden sind.

Wir sind einer Verschwörung der Verschwörungstheoretikern aufgesessen. Die Verschwörungstheoretiker sind Teil der Freimaurer und Illuminaten und einer religiösen Minderheit. Außerdem haben sie jeden Donnerstag eine Skypekonfi und hängen manchmal im TS rum. Sie sammeln seit jahrtausenden, ja seit es die Menschheit gibt Geld von Menschen, die an ihre Verschwörungstheorien glauben, um noch mehr Geld zu verdienen. Doch diese Masche für dumme Menschen gilt nur der Tarnung.

Menschen, die noch nicht von ihrem Gift versklavt worden sind werden es erkennen. Durch diese Theorien wird die Menschheit jedes jahr um 3,7 WIQ (wahrer Intelligenzquotient) dümmer. Sie forcieren die Menschheit dazu so dumm zu werden, dass sie endgültig die Weltherrschaft übernehmen können.

Und wem das unglaubhaft vorkommt, der braucht nur die Quersumme von 37 zu betrachten es ist eine 10. Und eine 10 hat diesselbe Quersumme wie eine 1. 0 und 1 sind die Zahlen des Computerzeitalters. Ein geheimer Code, der die verschworene Gemeinschaft der Verschwörungstheoretikern aktiviert hat, da sie sich durch Geld davor schützen können zu verdummen.

Wem dies dumm vorkommt, der wurde bereits von Ihnen erwischt und um diesen Mitstreiter traurere ich.

So einfach lassen sich also Verschwörungstheorien entwickeln. Zur Vermarktung empfehle ich DVD, Buch und E-Book Formate und natürlich ein YouTube-Channel gerne auch in Verbindung mit mehreren sozialen Netzwerken. Auch Spenden, Seminare und Vorträge können eine ertragreiche Geldquelle sein. Nicht zu vernachlässigen ist das Klientel, dass man durch Antisemitismus oder Kapitalismuskritik erreichen kann.




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Der Fussballgott ist wohl die Gottheit auf die sich mehr Menschen einigen können als auf jede andere. König Fussball regiert und Fussball ist ´ne Religion, dass müsst ihr doch verstehen.

Doch Fussball ist nicht die einzige Form neu entdeckter Spiritualität. Ob Aufmerksamkeit in sozialen Medien, neue modernere Sekten, noch altvorderere, radikale Religionen, Musik in Form von Konzerten, Festivals und Open-Airs, Verschwörungstheorien, politische Ideologien oder eben doch die Kirchentage. Dies alles sind Formen von diversifizierter Spiritualität.

Das Bedürfnis nach Glauben und Spiritualität ist in jedem Menschen verankert. Ein großes Ganzes, ein Gefüge in welchem sich der Mensch Zuhause fühlt. Außerdem ein Gefüge, welches einfache und klare Einfriedungen hat.

Der Fussballgott befriedigt all diese Bedürfnisse. Er lässt einen in einer großen und gleichgesinnten Masse aufgehen. Man wird anonymisiert und löst sich auf in dem Wirbel des gemeinsamen Seins. Der Feind ist die rivalisierende Mannschaft und wenn das nicht reicht lässt sich Fussball auch politisch aufladen.

Die bürgerlich-gesittete Religion verliert ihren Reiz. An ihre Stelle treten neue Formen der Religion, etwa Fundamentalisten und Freikirchen. Allerdings auch Ersatzformen wie etwa der Sport. Hierbei spielt das alltägliche eine große Rolle. Statt dem einmal in der Woche stattfindenden Gottesdiensten gibt es Spieltage und auch dort werden die immergleichen Lieder in Ekstase gesungen.

Was der Volksmund längst erkannt hat wird eben dann offensichtlich, wenn eine allgemeine Fussballbegeisterung ausbricht, wie bei der WM in Deutschland oder auch die Begeisterung für eine den meisten völlig fremde Sportart wie beim Super Bowl.

Statt Kreuzrittern sind es Hooligans und statt Priestern nun Capos. Eine Anpassung an die aktuelle Zeit und die aktuellen Umstände lässt eine fast beliebige Sache Spiritualität gewinnen. Zufriedenheit, Stabilität und Sicherheit im Geiste. Selbst die Anti-GEZ-Bewegung hat ihre eisernen Verfechter und verschiedene Fandoms seien es Belieber oder Whovians haben ihren realen oder erfundenen Messias längst auserkoren.

Das letzlich herrliche am Fussballgott ist, dass es die letzte Essenz Leidenschaft und Glück neben den harten Fakten gibt, was den beliebig wirkenden Gott mit größerem Plan nur wahrscheinlicher werden lässt.




Aktuelles

Mia san Mia, Mia san die Bayern. Die Bayern sind dasjenige Subvolk der Deutschen welches das lauteste und vielleicht das stärkste Identitätsdenken lebt. Prägend für diese Kultur der Identität sind die symbolischen Gesten wie etwa traditionelle Kleidung, Sprache, Habitus, Sport und Musik.

In diesem Zusammenhang finde ich es überaus spannend wie das Verhältnis zu Fremden definiert wird während ich dabei nur aus der Perspektive eines Breiss schreiben kann.

Auf der einen Seite der Medaille verfügen die Bayern durch ihre ausgeprägte Kultur über eine starke integrative Macht, da sie es nicht einmal nötig haben eine Leitkultur zu definieren, sondern diese Kultur schlicht leben. Auf der anderen Seite ist es allerdings so, dass diese starke Form einer Kultur auch dazu einlädt andere auszuschließen.

Wo liegt also der Punkt an welchem an diesem deutschen Beispiel Integration funktioniert oder unmöglich ist?

Der Begriff Mia san Mia, also Wir sind Wir, stammt aus der Abgrenzung. Ein Bayer ist kein Badener, kein Würtemberger, kein Österreicher und auch kein Deutscher. Der Bayer ist zuerst ein Bayer. Hierbei wohl häufig wie bei der Idee „zuerst Venezianer, dann Christ“.

Um Bayer zu werden muss man wohl tatsächlich dort aufwachsen, doch gleichzeitig negiert diese kulturelle Identität ethnische vielleicht sogar religiöse Unterschiede. Es geht zuallererst um das Dazugehören.

Gerade im ruralen Bereich ist die Teilnahme an den gesellschaftlich prägenden Gruppen sei es Musikverein, Schützenverein oder dem innerhalb Deutschlands in Bayern einzigartigen Veteranenverein wohl der Ursprung für diese gebürtige und verdiente Dazugehörigkeit.

Die Integrationskraft der bavarischen Kultur ist also eine absolute Kraft. Entweder man gehört komplett dazu oder wird nie dazugehören. Hierbei mögen Ressentiments bei der Auswahl dieses Kreises eine Rolle spielen, allerdings definieren sich die Bayern längst nicht mehr nur über die kulturellen Eigenheiten, sondern eben auch über geografische, politische oder wirtschaftliche Besonderheiten. Die Ressentiments gegenüber anderen Ethnien, Religionen oder sexuellen Einstellungen, welche man grundsätzlich überall und gerade in ruralen Gegenden antrifft können an dieser Stelle eben von diesen Besonderheiten überwogen werden oder nicht. Auch hier gilt das Absolute.

Selbst ein Deutscher, der nicht aus Bayern kommt hätte Probleme und würde es im Zweifel nie schaffen sich vollends in diese Gemeinde einzupflegen, allerdings wären seine Kinder, die dort aufwachsen wahrscheinlich ebenso einfach integrierbar wie die eines Japaners mit brasilianischen Wurzeln.

Damit steht Mia san Mia, der pure Ausdruck eines bavarischen Nationalstolz sogleich für das durchaus verdiente Selbstbewusstsein Bayerns in der Welt und lädt dazu ein Teil zu werden und gleichzeitig ist es Symbol der Abschottung und Elitenbildung, wie es nicht einmal Alltagsrassismus schaffen kann. Es ist das Sinnbild einer weißblauen Medaille mit einer schattigen Rückseite.




Sprachgebrauch

Ja gut, das ist jetzt krebserregend. Schade. Und dein Getränk, das war Cola light, ja gut schmeckt ja auch scheiße. Ach und hast du gemerkt, dass das gar kein echtes Fleisch war, ja gut dann leb ich jetzt ja länger. Oh und auf Zigarettenpackungen sind jetzt Schockbilder, ja gut also für Kinder die anfangen wollen zu rauchen.

Erreiche ich das 80. Lebensjahr? Nicht wenn ich so weiterlebe. Wünsche ich anderen ein längeres Leben? Natürlich.

Aber das Recht auf Selbstverstümmelung wird bei Stahlringen durch die Haut, Plastikchips durch Ohrläppchen, Nadeln oder Bleistiftminen unter der Haut, geplante Brandwunden und Lebensmittelgift in der Stirn zelebriert und mir bereitet ein Mettbrötchen Magenkrämpfe?

Ja gut, ich sollte gesünder essen, weniger saufen, mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, Rückenschule machen, weniger Koffein zu mir nehmen und ab und zu in die Sauna gehen. Ja das wäre gut. Aber ich empfinde neben meinem Inneren Schweinehund noch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Mir wird der Spaß verdorben, während er anderen gegönnt wird. Meine Selbstverstümmelung führt nur dazu, dass ich mich nicht beschweren kann, wenn die Tabaksteuer erhöht wird, ich Kopfschmerzen am nächsten Tag habe oder mit Magenschmerzen auf dem Klo festhänge.

Es handelt sich ja nicht einmal um Karma, es ist ja ganz offensichtlich, dass ich mir nichts Gutes tue und ich einfach zu schwächlich bin mir meine schlechten Angewohnheiten abzugewöhnen, aber ich will eben aus dieser Schwäche heraus ganz schlicht nicht alleine leiden.

Kiffen ist ein Lebensstil und das Druffitum ballert sich von OpenAir zu Festival aber ich kann kein Mettfrühstück mehr machen? Menschen werden Smartphoneabhängig und ich muss 5,60 für eine Schachtel Kippen zahlen?

Vielleicht soll es ja so sein. Vielleicht geht es Schritt für Schritt dahin, dass ich mich bessern muss oder irgendwann Verpflichtungen im Alter habe, die mich von meinem Lebensstil entfremden.

Ja gut, ich werde nie basische Lebensmittel im Biomarkt kaufen oder beim Gespräch bei den anonymen Nichtrauchern erfahren, dass normale Cola aufgrund fehlender Zusatzstoffe doch gesünder ist als Cola light, aber womöglich ist es nur das Verlangen der Legitimation über andere Selbstverstümmelung zu spotten die mich dazu bewegen wird.




Lebensstil

Fortschritt und Rückschritt sind im Bezug auf Lebensstil schlichte Denkmuster. Wenn ich das Bild des Pendels wähle, dann gibt es vor jedem Fortschritt und Rückschritt zuerst die Stagnation worauf der entgegengesetze Prozess folgt.

Man kann allerdings Fortschritt nur mit einem Ziel bemessen. Ebenso Rückschritt. Die Kalendersprüche einen Schritt für den Anlauf rückwärts zu gehen oder ähnliches trifft die Unwahrheit umso mehr. Sein Leben nach der Grundlage von Fortschritt und Rückschritt zu leben ist ein im Kern eng gestricktes und frustrierendes Denkmuster.

Spätestens bei der Erfassung von dem Fakt, dass das Leben immer weiter fortschreitet kann der Fortschritt nur einzelnen Zielen gelten, die wiederum nicht allgemeingültig sind. Auch hier treffen es die Kalendersprüche Hauptsache gesund und leben, lieben, lachen mehr schlecht als recht.

Die Zuwendung zum Jenseits als Ziel und damit das Hinarbeiten auf den sündenfreien Tod ist ein Argument ad absurdum. Hierbei wäre der plötzliche Kindstod der Lifehack schlechthin und das scheint mir respektlos.

Also zurück zum Bild des Pendels, doch auch hier stoße ich auf die Vorstellung von der Achterbahn des Lebens und diesen Kalenderspruch lehne ich ebenfalls ab. Manche Menschen haben keine Achterbahn.

Woran kann man also die Etappen des Lebens und die persönliche Zielsetzung festmachen, um seinen individuellen Plan zu verfolgen und das möglichst erfolgreich?

Mir scheint es am sinnigsten die Variante des Blatts im Wind zu wählen. Das Verweilen bei einer Sache, einer Person oder einem Ort solange es gut und richtig ist. Und das Treiben lassen, wenn die Zeit gekommen ist, ebenso wie das Beharren, wenn es dem eigenen Verstand und Gefühl widerstrebt.

Das Fallenlassen der Abhängigkeit von Konstrukten wie Fort- und Rückschritt und der Hinwendung zu der Akzeptenz der permanenten Gegenwart.

Natürlich ist es wichtig Pläne zu verfolgen und hierbei auch Fort- und Rückschritte, sowie Stagnation zu erleben. Und natürlich sollte man nicht alles fahren lassen und den eigenen Ehrgeiz verleugnen. Auch die Akzeptanz anderer und die Gesellschaftsfähigkeit und Anpassung können Ziele sein.

Doch im Punkt des Lebensstils ist es nach meinem Verständnis ratsam sich stetig zu entwickeln ohne ein konkretes Ziel zu haben also eher eine Wildblume, statt einer Gartenblume zu sein, nur um einen weiteren Kalenderspruch zu bedienen.




Lebensstil

Der Twacken. Im Kiffer- und Hiphopmilieu längst normales Wort, doch teils noch unbekannt.

Ich versuche mich in diesem Beitrag an einer Erklärung woher das Wort Twacken stammen mag und wie man in diesem Zusammenhang mit Zwanni und Zwacken verfährt.

Alle Worte stammen zunächst aus dem Jugendjargon oder Slang. Der Zwanni ist schlicht eine verniedlichende Abkürzung wahrscheinlich dient die Verniedlichung von Zwanziger entweder dem Mühen sich einen zu leihen, da es sich ja gar nicht um so viel Geld handelt oder um das Bemühen besonders reich und beeindruckend zu wirken da Dinge ja nur einen lächerlichen Zwanni kosten. Hierzu vergleichbar ich schmeiße Fuffis oder Hunnies durch den Club.

Zwacken ist ein recht schlechter Begriff für einen 20-Euro Schein. Zumindest gibt es Minimum zwei andere Definitionskontexte. Entweder zwackt man jemanden, also kneift oder zwackt etwas ab. Doch gleichzeitig könnte der Zwacken eine Herkunft für den Twacken darstellen, nämlich die englische Variante. Aus Twenty würde also in Verbindung mit dem schwachen deutschen Begriff Zwacken der Twacken werden. Hier wird es auch sinnvoller vom HipHop-Milieu zu sprechen, da dieses in seinem Ursprung englisch geprägt ist.

Die Kiffersubkultur bietet eine weitere Möglichkeit der Herkunft. Kiffer kaufen bei ihren Dealern oder Tickern oft verschiedenste Mengen. Diese Mengen definieren sich allerdings nicht zuerst über das Gewicht, sondern zuerst über den Preis. So geht man beispielsweise einen Zehner kaufen oder eben einen Tenner aus dem englischen Wort für Zehn.

Hier könnte also wieder aus der doppelten Menge der Twacken werden. Der Twenny wäre zu nah an der tatsächlich dahin genuschelten Twenty. Dennoch braucht man in der Kifferkultur einen englischen Ausdruck und für das Kernelement das Weed an sich braucht es natürlich einen lässigen Begriff.

Also lässt sich aus diesen Hintergründen mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, dass Twacken aus der englischen Sprache stammt. Allerdings nicht genau ob es die HipHop oder die Kifferkultur erfunden hat, auch weil diese Szenen sich so größeren Teilen überschneiden. Auch die Frage ob der Zwacken eine Rolle spielt ist ungewiss.




Sprachgebrauch