Identitätsfindung in Zeiten der Identitätslosigkeit – Ein Problem unserer Generation

Anonymous_emblem.svgWer bin Ich? Dies ist eine der grundsätzlichen Fragen der Philosophie. Auch sind sich Menschen einig, dass ein Mensch diverse Rollen hat. Ich verweise eventuell auf eine Idee die medial schon oft verwendet worden ist, beispielsweise in South Park oder Fight Club, aber in geschichtlicher Perspektive wird die Idee tatsächlich so dramatisch, dass etwas Perverses entsteht.

Menschen wurden lange in gesellschaftliche Normen geboren, meist in gewisse Gruppen, und wurden später durch global-politische Umstände in Gruppen gepresst, egal ob Religion oder Geburtsort. Doch die heutige jüngste Generation, wenn man denn von einer sprechen kann, hat maximal die „westliche Kultur“ als maßgebend und selbst diese wird oft abgelehnt. Es gibt keinen Krieg, keine Blöcke, keine Maxime oder Doktrin, keine Klassen, keine Stände und keine Unfreien, zumindest fast, oder besser gesagt nichts davon ist so zwingend, dass es uns betrifft. Natürlich gibt es Krieg, es gibt Kulturblöcke, es gibt Doktrinen noch und nöcher, es gibt eine Wohlstandschere, es gibt feudale Herrschaftssysteme und Sklaven innerhalb Europas, aber dennoch betrifft es unser Leben verhältnismäßig wenig.

Doch es wurde etwas gefunden, obwohl viele Versuche unternommen worden sind wie Generation Porno, Generation Komasaufen, Generation Smartphone, Generation Wasauchimmer, wurde es eine Generation derjeniger die Hauptsache anders sind und denen die Hauptsache nicht anders sein wollen. Der sogenannte Mainstream defininiert alle, egal ob man darin oder gerade daraus sein will es ist wie das Phänomen Mode, man kann nicht davor fliehen. Musikgenres dominieren Einstellung und Verhalten. Schubladendenken ist heute stärker als zu Zeiten als die Menschen wirklich in Ständen steckten und diese nicht verlassen konnten. Und das Beste daran ist, dass Probleme, gerade generationale Probleme, völlig egal sind in all diesen Subkulturen und der Populärkultur. Es herrscht eher eine Kultur des sich Ablenkens und Verdrängens. Es geht um Balance zwischen Leben und Arbeit, aber gerade größere Dinge sind vernachlässigbar, egal ob persönlich oder global. Und wenn ökologisches Leben als Beispiel, nur in bestimmten Subkulturen eine Rolle spielt und das weil es anders ist, dann scheitern wir als Gesamtprojekt.

Ich möchte hier keine Teufel an die Wand malen, sondern einen Wunsch äußern.
Ich habe überhaupt nichts gegen irgendeine dieser diversen Gruppierungen, allerdings wünsche ich mir eine supragenerationale Einigung und zwar eine passive kein aktives großes Projekt, das würde nur der Populärkultur entsprechen, nein, ich wünsche mir eine stillschweigende Einigung größere Probleme für jedes Individuum und in der Gemeinschaft trotz aller anti-Alles-anti-Ansage Haltung anzugehen.

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