Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werthers

Die Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe oder besser gesagt das Leiden des (jungen) Lesers. Dieses Buch ist einer der berühmtesten deutschsprachigen Romane und hat es sogar in die Zeit-Bibliothek der 100 Bücher geschafft.

Mit großen Erwartungen bin ich daher an dieses Buch gegangen. Ich wurde gnadenlos enttäuscht. Die Geschichte ist vergleichbar mit dem Vormittagsprogramm auf RTL oder Sat1. Die Geschichte lässt sich schnell erzählen. Ein junger privilegierter Mann namens Werther verliebt sich in eine vergebene Frau und wird von dieser gefriendzoned. Daraufhin verzweifelt er an seinem Leben und bringt sich schlussendlich um, indem er sich in den Kopf schießt. Dabei nölt Werther die ganze Zeit dermaßen rum, dass man sich am Ende sich tatsächlich freut, dass er es endlich getan hat. Die ganze Zeit wünscht man sich jemand der ihm einfach mal sagt, dass er sich zusammenreißen soll. Desweiteren beschreibt Goethe sehr ausführlich die Natur und lässt Werther über seine Umgebung schwärmen. Ich finde das Thema Natur relativ langweilig und konnte diese Stellen nur schwer ertragen. Weitere angesprochene Themen sind Standesunterschiede und wenig überraschend das Thema Selbstmord.

Das Buch ist ziemlich schwierig zu lesen, was nicht verwundert, da es aus dem Jahr 1774 ist. Die Art der Erzählung ist in Briefform. Dieses Erzählkonzept finde ich ganz interessant. Über die meiste Zeit erfährt man die Geschichte nur aus der Sicht von Werther, der Briefe an seinen Freund schreibt. Diese Erzählweise wird erst am Ende unterbrochen.

Insgesamt kann ich dieses Buch überhaupt nicht empfehlen. Die Geschichte ist für mich zu trivial und besser bei GZSZ aufgehoben. Die weiteren angesprochenen Themen waren vielleicht zu Goethes Zeiten relevant und stellten ein Tabu dar. Heutzutage gibt es für diese Themen aber bessere und interessantere Literatur. Im Gegensatz zu Faust ist „die Leiden des jungen Werthers“ kein Werk, was man heutzutage lesen muss. Dazu ist es durch die schwere Sprache sehr unangenehm zu lesen. Den Schülern, die diesen Roman lesen müssen, kann ich nur empfehlen sich eins von diesen blauen Reclam Heftchen zu kaufen. Für Arbeiten in der Schule genügt das und eine gute Note bekommt man so auch.

 

„Jeder Kommunist muss diese Wahrheit begreifen: ‚Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen'“ – Mao Tse-tung

 

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