Perspektive der Geschichte – Von Assis und Sammlern

In dieser Perspektive der Geschichte möchte ich auf zwei Annahmen eingehen.

Die erste ist die Annahme, dass Männchen Jäger und Frauen Sammlerinnen waren. Theoretisch zu pauschalisierend und abwegig. Die meisten Angewohnheiten die “schon immer so waren” stammen eher aus der Aufzucht des menschlichen Wurfes.

Die zweite ist, dass der Mensch in seiner heutigen Gattung tatsächlich Jäger und Sammler der grauen Vorzeit war. Wenn wir uns den Menschen allerdings genauer betrachten, dann entdecken wir, dass der Mensch eher ein mieser Assi war und dieses äußerst erfolgreich. Oft wird gesagt, dass der Mensch mehr leisten könne und das ist absolut richtig, der menschliche Körper ist für mehr Leistung ausgelegt als die meisten Zeitgenossen ihm abfordern. Doch vergessen wir unseren Aufstieg zur dominierenden Spezies allzu oft. Wir verdrängten den Neandertaler, der uns körperlich überlegen war, nicht durch unsere Kunst und Kultur oder überlegene Waffentechnik und genauso wenig durch klügeres Jagen. Wir waren schlau genug ihm systematisch seine Nahrung zu stehlen. Ein Genozid ohne Gegenmittel. Wir haben unser Gehirn weiterentwickelt, nicht um etwas kluges zu schaffen oder um überlegen zu sein, sondern um andere Spezies, Mutter Erde und andere Menschen auszubeuten und so unsere Entwicklung fortgesetzt.

Hieraus ergibt sich für mich die grundlegende Frage ob diese Zivilisation, die die menschliche Entwicklung in sich trägt eine lohnenswerte ist und falls ja warum wir uns dieser Entwicklung nicht bewusst sind und unsere Gesellschaft andere Werte vermitteln möchte. Haben wir uns über unsere Entwicklungsgeschichte hinaus entwickelt, sind wir heute mehr als das Tier Mensch oder sind wir nur Selbstverleugner weil sich selbst betrügen genauso in unserer Natur liegt wie andere Spezies zu unterjochen, auszumerzen und zu verdrängen.

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