Präsident Trump belebt Empörung und deutschen Antiamerikanismus

Deutscher Antiamerikanismus hat endlich wieder ein Ziel! Präsident Trump sorgt für Empörung, Schnappatmung und Weltuntergangsfantasien und es ist zum Schreien komisch was zur Zeit bei deutschen Mainstreammedien zu erfahren ist.

Manchmal habe ich wirklich den Eindruck, dass es reicht Strg+C und Strg+V drücken zu können um Journalist sein zu können. Aber da es kein geschützter Begriff ist hier ein Beitrag von einem Juristen, Fotografen, Journalisten und Islamwissenschaftler.

Antiamerikanismus ist in Deutschland tief verwurzelt. Ob bei Nazis, die die alten Besatzer endlich vertreiben wollen, weil schon wieder alles von Juden kontrolliert wird oder bei Linken, die die alten Weltbesatzer endlich vertreiben wollen, weil schon wieder alles von Israelis kontrolliert wird oder eben bei panischen Journalisten und Politikern, die ihre eigene Position gefährdet sehen.

Die Empörung, die stattfindet ist wohl ein leiser Schrei aufgrund von enttäuschten Hoffnungen. In den USA haben die etablierten Akteure verloren. Diese Etablierten sind nicht wie häufig argumentiert die demokratischen Institutionen. Die Etablierten sind die Medien, die Prominenten und alteingesessenen Politiker. Ich kann daher verstehen, dass es gerade diese Personengruppen sind, die nun überall Angst haben. Die erste Reaktion war die Idee der „Abgehängten“, der „Bedauernswerten“ und der „angry white men“. Doch obwohl diese mit in die Wählergruppe gehören kann nicht sein was nicht sein darf und damit werden alldiejenigen ignoriert, die gut ausgebildet sind, gute Jobs haben und einfach nicht mehr den „progressive leftists“ folgen wollen. Es ist doch wirlich putzig wie jeder vom Minister über den Redakteur bis zum metaphorischen Kassenwart der Bürgerbewegung von Untertüffelbach das doof findet und ganz ganz sauer ist.

Die Empörung ist hoffentlich nur eine Anreihung von Witzen. Den besten Witz den ich lesen durfte lieferte das ZDF. Hier werden Spammails als echt verkauft, einfach weil naja böser Donald. Es ist so verzweifelt wie ein Hund der gegen eine Glasscheibe rennt weil dort ein Leckerli wartet. Ich vertrete ja die Meinung, dass jeder jeden Unsinn veröffentlichen darf, aber ich hatte dies eher vom Postillon erwartet. Herrlich wie das ZDF endlich eine jüngere Zielgruppe anspricht.

Der Antiamerikanismus war lange dadurch gedeckelt, dass Barack Obama in Deutschland weit beliebter war als in seinem Heimatland. Selbst nach seinen Kriegsakten, die mit dem Friedensnobelpreis belohnt wurden oder seiner gescheiterten Gesundheitsreform. Nun sind die Etablierten davon schockiert, dass jemand Wahlversprechen einlösen will und zwar so schnell wie möglich. Dass jemand die großen Probleme seines Landes anpacken will ist natürlich schockierend, gerade wenn er demokratisch gewählt worden ist. Man könnte so jemanden Politiker nennen.

Doch man war ja wieder beim Abschreiben und hat erstmal angezweifelt, dass es eine demokratische Wahl war. Nachdem das gescheitert ist kann man nun wie andere Prominente fordern Trump umzubringen und damit endgültig die Grenzen der Demokratie bei weitem zu überschreiten oder eben alles verurteilen, weil ist halt so.

Die Idee illegale Migration zu unterbinden und die sich illegal im Land aufhaltenden Menschen abzuschieben ist gesunder Menschenverstand, man kann es aber auch rassistisch nennen, weil Trump gemein ist. Gerade wenn man als EU gerade Menschen an seinen Grenzen verhungern und erfrieren lässt ist das doch recht bigott.

Die Idee eine andere Wirtschafts- und Handelspolitik zu verfolgen als vorher ist legitim, aber man kann es auch menschenverachtend nennen und sich mit China solidarisieren. Die Idee wehrhaft gegen Terror aufzutreten ist natürlich für eine Demokratie, man kann es aber auch islamophob nennen, weil man mit seinem Antiamerikanismus ja eh schon Ayatollah Khomeinis Gedankengut ausspielt warum nicht auch hier?

Man kann jetzt beweinen, dass Trump Positionen mit Menschen besetzt, die seiner Richtung folgen, aber wie soll er sonst Politik machen? Positionen, die er in diesem demokratischen System besetzen kann oder für die er Akteure vorschlagen kann mit Gegner seiner Politik besetzen bzw. nominieren?  Wenn eine Ministerin ihre Angestellten anweist nicht zu arbeiten ist sie zu entlassen. Wenn ein Richter ihm widerspricht darf er anderer Meinung sein, denn es ist ja nicht so dass er Handhabe hat, da es eben immernoch Gewaltenteilung gibt.

Die USA sind wohl die stärkste Demokratie der Welt in vierlerlei Hinsicht. Weder baut Präsident Trump die Demokratie ab noch könnte er sie gefährden selbst wenn er wollte. Es ist Angst und Antiamerikanismus der auch die deutschen Etablierten trägt.

Besonders witzig ist es, dass diejenigen, die hier einen demokratischen Staat als gefährlich darstellen wollen dieselben sind, die sich mit China solidarisieren, nicht mit Putin reden wollen, nicht die Autokraten Europas kritisiert und auch nicht gegen die erodierenden Strukturen des deutschen Staates vorgehen wollen. Wenn ein Kontrollverlust eingestanden wird und die Verantwortung für Fehler angenommen wird muss man nicht mit allem einverstanden sein was Präsident Trump tut, man kann sogar gegen alles sein, aber zu gewalttätiger Revolution aufzurufen, weil jemand Probleme angeht dient nicht zur Ausflucht für eigene Untätigkeit.




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