Referenden – Ihr seid zu dumm für Demokratie!

Referenden haben den Europäern einen Fakt gezeigt. Die Leute zu alle zu dumm für Demokratie.

Die Referenden, Abstimmungen oder Wahlen egal ob Brexit, Minarettverbot oder die Wahl des österreichischen Staatsoberhaupts zeigt wohl, dass man das Volk gar nicht wählen lassen darf, weil es das einfach nicht richtig macht.

So zumindest die Meinung vieler Menschen in Presse und Wahlkampfbüros. Doch wer ist jetzt zu dumm für Demokratie?

Dass man den politischen Gegner für dumm hält ist völlig in Ordnung, sonst wäre man ja nicht von der gegenteiligen Meinung überzeugt. Doch an der Demokratie selbst zu zweifeln ist doch eher schadhaft.

Man sollte eher darüber nachdenken wann man direkte Wahlen und Referenden überhaupt als Instrument benutzt. Eine reine Ja oder Nein Frage kann man so durchaus beantworten, doch einen komplexen Prozess so zu beurteilen ist nach meinem Verständnis oft unmöglich, dafür gibt es ja die repräsentative Demokratie. Aus der Überzeugung heraus, dass alle Politiker korrupte Verbrecher sind wird direkte Demokratie natürlich wieder sinnig, aber selbst dann kann man sich doch selbst engagieren.

Die Kritik an der Demokratie, der Herrschaft des Volkes, bedingt durch die direkte Ausübung dieser Macht ist doch etwas dümmer. Diese Kritik von oben herab geht von einem dummen Massendenken aus dem die Intelligenz entgegen wirken muss. Es ist purer Chauvinismus und zeugt von einer antidemokratischen Grundhaltung.

Wer möchte, dass die Menschen mit höchstem Bildungsgrad mehr Stimmen haben oder das Land regieren oder die Techniker und Arbeiter oder gar ein starker Mann, der ist kein Demokrat. Man muss sich nun mal damit abfinden, dass die Masse, das Volk wählt und jeder dabei eine Stimme hat.

Es mag auch die Schmach der Verlierer sein, die diese dazu treibt im Nachhinein hämisch zu sein, doch ich kann daraus immer nur die selbe Frage heraus lesen und diese lautet: „Wollen wir die Demokratie überhaupt?“

Wer diese Frage nicht mit Ja beantworten kann, der kann gerne weiter gegen die Ausübung der Macht des Volkes meckern, aber ansonsten müssen wir uns mit den Prozessen und Instrumentarien unserer Demokratien auseinander setzen statt sie selbst zu beschmutzen.




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