Bin ich zu fett? Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn? Bin ich denn überhaupt ich?

Eine Frage die inzwischen nicht nur Frauen quält ist die des Gewichts. Auch ein Mann macht sich Gedanken wie er Abnehmen kann, Muskeln aufbauen kann oder dafür erstmal Zunehmen kann. Eine Frau sieht sich mit dieser Problematik ebenfalls sehr hart konfrontiert, auch wenn es den Wohlfühltrend gibt, dann zielt dieser oft nur auf das neue amerikanische Schönheitsideal der ausgeprägten sekundären Merkmale der Frau ab, denn ein großer Hintern oder große Brüste werden vielleicht geschätzt, womit sich schwerere Frauen und Mädchen wohler fühlen könnten, allerdings wird auf eine straffe Wespentaille immernoch geachtet. Auch der Magerwahn oder Fitnesswahn, sollte man ihn denn als Wahn bezeichnen hat niemals so starken Druck ausgeübt wie zu Zeiten von Instagramm und Facebook.

Ich hoffe hier eine Idee oder einen Gedanken zu pflanzen, welcher abseits von sowohl Diätplänen und Bulimieforen, aber auch abseits von sei selbstbewusst und trage kaschierende Kleidung steht.

Selbst der Gefallen an Rubensdamen und der Fetisch des „Feeden“ ist eine ungesunde Antwort.

Um sich die Frage zu beantworten ob das eigene Gewicht oder die eigene Sportlichkeit richtig ist, ist vorher eine andere Antwort zu finden. Die Grundfrage ist wer man selbst überhaupt ist und damit meine ich nicht den esoterischen Quatsch der Selbstfindung, diese Gedanken haben noch Zeit zur quarter- oder midlife crisis. Hierbei ist natürlich auch zu bedenken, dass die Überlegung ob man sich denn selbst wohlfühlt völlig fremd gesteuert sein kann. Wie kann man denn einen Vergleich ziehen, wenn man mit dem Internet die Möglichkeit hat Vergleiche zu ziehen welche Photoshop generiert und weltweit statt finden?

Die Frage ist nun also, passt mein Körper zu meinem Leben? Sollte jemand großen Gefallen am Rauchen und Biertrinken finden, so sollte er seinen Bauch mit Stolz tragen, denn genau das macht ihn aus. Wenn eine Frau gesund lebt und versucht mindestens einmal in der Woche Sport zu treiben, so sollte sie stolz sein, wenn sie weniger als ihre Freundinnen wiegt. Wenn eine Frau Leistungssport betreibt und keine erotische Tänzerin ist, dann ist es doch nicht verwerflich, dass ihr Körperfett so abnimmt, dass ihre Körbchengröße schrumpft. Ein Mann mit Bürotätigkeit und zwei Stunden Pendelzeit sollte sich, wenn er sich nicht mehr zum Sport zwingt und stattdessen Zeit mit den Kindern verbringt, mit seinem Papabauch zufrieden geben oder besser ein inneres Glücksgefühl empfinden.

So sollte man, in meinen Augen, Abstand davon nehmen sich zu vergleichen, da der Vergleich im Endeffekt immer manipuliert ist. Selbst wenn jemand es total schön findet sich riesige Brustimplantate zu verpassen oder sich ein Sixpack implantieren zu lassen, so sollte man ihm oder ihr diese Freiheit lassen. Wir wissen durch den wissenschaftlichen Fortschritt über gesund und ungesund Bescheid, aber wie ist es mit dem eigenen Körperempfinden?

So ist, für mich, die Lösung die Vergleiche zu lassen und sich und sein Leben glücklich zu leben und den dazugehörigen Körper mit einem Hochgefühl zu erleben, denn der Körper ist es, welcher unseren Lebenswandel widerspiegelt. So sollte unser Körper das Ergebnis sein und nicht unser persönliches Glück definieren. Finden wir den Weg um ein glückliches Leben zu führen, dann ist der Weg zum körperlichen Wohlbefinden auch nicht weit entfernt.

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