Lebensstil – Warum soll ich arbeiten gehen?

So soll man mich einen Ordnungsdeutschen nennen oder noch rassistischer eine Kartoffel. Doch Arbeit ist ein Gut. Es geht natürlich um einige Faktoren, die dieses beeinflussen. Es sollte Arbeit sein durch welche man etwas in die Gesellschaft einbringt, die einem vielleicht auch noch Spaß macht und bei der man genug verdient. Doch auch Arbeit, welche einfach nur gut bezahlt wird, wird gerne genommen.

Warum sollte also jemand arbeiten gehen? Die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland bietet die Möglichkeit es nicht zu tun. Der deutsche Rechtsstaat bildet auch viele Möglichkeiten ab Geld zu verdienen ohne Steuern zu bezahlen. Dieses also Schwarzarbeit und Kriminalität ist, für mich, keine tatsächliche Arbeit. Korruption und nicht versteuerte Arbeit ist etwas gleichwertig mit Hochverrat, halt nur noch asozial dazu. Es nimmt der Gesellschaft alle Handlungsmöglichkeiten.

Es ist kein verwerflicher Lebensstil keine Arbeit zu finden, außer für junge Menschen ohne Verpflichtungen. Es ist auch ebenso nicht verwerflich mit der Arbeit zu pausieren wegen nachvollziehbaren Gründen und noch viel weniger verwerflich, wenn es um Arbeitssuchende im Allgemeinen geht, denn es ist ein Geringstel der Arbeitslosen, welche tatsächlich schlicht den Lebensstil des Arno Dübel genießen.

Doch es ist nicht der klassische Beamtenvorwurf des „Ich bezahle euer Gehalt“, sondern vielmehr die Einstellung zum Leben an sich und der Stil in welchem dieses Leben zelebriert wird. Denn hier wird klar, dass der Arbeitende stets mehr Einkommen hat, doch gerade in Zeiten der Niedriglöhne, moderner Sklaverei, Ausbeutung von qualifizierenden Stellen und rotierenden Umstrukturierungsmaßnahmen sehen sich Arbeitende im Nachteil.

Diese Vorwürfe sind gerechtfertigt und nur gerecht, denn Arbeit und der Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft sind unendlich wertvoll für ein gemeinsames Wachsen und eine Inanspruchnahme der gesellschaftlichen Mittel. Es ist ein Stil der von Stolz zeugt sich seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und es ist ein Stil der von Menschlichkeit zeugt für eine Gesellschaft zu arbeiten, statt sie zu zerstören und Spannungen herbei zu führen.




2 Comments

  1. Bob said:

    „Es sollte Arbeit sein …., die einem vielleicht auch noch Spaß macht ….“

    vielleicht?

    Meiner Meinung nach MUSS sie Spaß machen. Ansonsten bist du nur ein Sklave des Systems, dass Zeit gegen Geld tauscht.

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    1. Oktober 2015
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    • Nichtblumentopf said:

      Ich sehe deinen sehr idealistischen Punkt, doch gibt es andere Perspektiven. Entweder du bekommst die Arbeit nicht, die dir Spaß macht und hast so viele Verpflichtungen, dass du dennoch andere Arbeit machen musst oder du verdienst enorm viel mehr bei deiner freudlosen Arbeit und nimmst das was dir Spaß macht als Hobby war.

      Das System das du ansprichst ist dann wahrscheinlich der Kapitalismus, welcher Arbeitskraft in Geld umsetzt. Arbeitszeit setze ich hier mit Zeit gleich. Die Frage ist die nach dem Sklaven, also einer gezwungenen Rolle. Tatsächlich schreibt uns der reine Kapitalismus vor Arbeit oder Kapital in Geld umzusetzen. Damit wäre aber auch derjenige ein Sklave des Systems, der Arbeit aufwendet. Damit ist nur der geringe Prozentanteil nicht versklavt, der ohne Arbeit von seinem Kapital lebt.

      Hier befinden wir uns also in der reinen Kapitalismuskritik. Dazu äußere ich mich gerne in einem der folgenden Beiträge!

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      1. Oktober 2015
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