Sterbehilfe im Kontext von Palliativmedizin und Egoismus

Die Sterbehilfe ist ein oft diskutiertes Thema seit der Abwendung von dem religiösen Dogma des Verbots des Freitods. Sterbehilfe ist gleichzeitig ein schwieriges Thema, da es immer eine Fallentscheidung geben muss und dabei eine Handlungssicherheit für die Entscheidungstragenden. Nun gab es eine Entscheidung, welche auch ich vertreten kann.

Nach der Würde des Menschens, also der Achtung von Leben und Rechten jeden Menschens aufgrund seines Menschseins, kann man Sterbehilfe auch schlicht ablehnen. Doch das Leben im Leiden zu beenden, wenn keine Chance mehr auf Heilung besteht ist ebenfalls human.

Daher sehe ich es in der Verantwortung des Patienten, der Ärzte und der Angehörigen hierüber sicher zu sein. Nie möchte man es zu dem Fall kommen lassen, dass jemand sein Leben beendet, weil er ein momentanes Verlangen hat oder ein Erbfall sich ereignen würde.

Das Dogma der Todsünde Selbstmord und des Mordes ist natürlich vorbei und außerdem ist es auch Fakt, dass ein Suizid geschehen wird und hier ist der klinische Fall vorzuziehen. Was diese Diskussion allerdings weiter erschwert ist die Palliativmedizin.

Die Palliativmedizin sorgt sich um ebenjenen Weg des Sterbens in Würde und geringst möglichem Leiden. Diese Medizin soll es möglich machen ohne einen Freitod die letzte Zeit im Leben zu nutzen, die menschliche Würde zu bewahren und nach dem Lebensabend die Decke für die Nacht bereiten.

Wir würden durch eine zu freie Legalisierung der Sterbehilfe dieser wertvollen Sparte der Medizin ihre Berechtigung entziehen.

Ich möchte mir in diesem Zusammenhang jeden respektlosen Umgang verbitten, ich bin selbst bei weitem nicht in der Situation beurteilen zu können warum ein Mensch wann und wie sterben möchte, ich versuche mich diesem Gedanken nur damit zu nähern wie ich zur Menschenwürde und dem Leben an sich stehe. Ich kann aus dieser Perspektive neben den Fakten auch nur feststellen, dass auch die parlamentarische Debatte eine Debatte des Gefühls ist und verhältnismäßig persönlich und nicht mit den politischen Dogmen behaftet ist wie andere Gespräche.

Ich denke, dass diese Überlegungen zur Sterbehilfe deshalb nur emotional geführt werden können, da das Sterben, der Tod und das mögliche Danach keine wissenschaftlichen Hintergründe bieten. Eine weitere Idee hierzu ist, dass der Egoismus von Angehörigen keine unwesentliche Rolle bei einer emotionalen Diskussion führt und dies für mich gerade bei Verlust und Sterbegleitung absolut zulässig und kein Vorwurf ist.

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