Kapitalismuskritik – Der Sklave des Systems

Die freie Marktwirtschaft und der Kapitalismus sind gern gesehene Feindbilder. Niemand möchte abhängig sein und ein schlichter Sklave sein, der sein Leben damit verbringt nur das Nötigste zum Überleben zu schaffen. Selbst der kleine Luxus lenkt viele nicht mehr davon ab, dass ein kleiner Teil der Menschheit über so unendlich große Mittel und damit Macht verfügt, dass er nicht mehr regulierbar ist.

Arbeitssklaven sind wohl solche, die nur ihre Arbeit bereit stellen und damit über die Runden kommen, in den meisten Gesellschaften nennt man diese die Unterschicht. Die Mittelschichtssklaven sind dann diejenigen, welche über Generationen etwas wohlhabender werden können. Selbst jene, welche sich vom System ab einem bestimmten Zeitpunkt lossagen können, indem sie genug Kapital erwirtschaftet haben, bleiben dem System weiterhin verhaftet.

Die Kritik des Kapitalismus hat bereits seit seiner stärksten Ausprägung statt gefunden. Bis heute war die häufigste Lösung eine politische Lösung. Die Rahmensetzung, wie es die meisten europäischen Länder im Gegensatz zur USA beschreiben. Hierbei bietet der Staat für eine stärkere Beschränkung, auch eine gewisse Sicherheit für seine Bürger. Dafür werden die individuellen Auf- und Abstiegschancen gemindert.

Der Vorwurf an den Kapitalismus ist in erster Linie ein historischer und damit auch persönlicher Grund. Es geht um die Vererbung von Reichtum und damit die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit der Besitzverhältnisse. Hierbei ausgenommen sind die seltenen Fälle, bei welchen es gelingt aus sehr wenig viel mehr zu machen. Doch im Kern ist es in Deutschland, dass sich Bildungsniveau und Einkommenskategorie vererben. Weiterhin ist es so, dass es tatsächlich mehr Schulden als Geld auf der Welt gibt und damit die „Sklaverei“ augenscheinlich bestätigt wird.

Ich möchte mich nicht eindeutig gegen oder für den Kapitalismus in all seinen Ausformungen äußern. Ich denke aber, dass wir hier sehr gut mit dem abgewandelten Zitat Churchills:“Kapitalismus ist das schlechteste System das wir haben, abgesehen von allen anderen“ fahren. Kapitalismus ist eine teils menschenverachtende Ideologie und macht über 90% der Menschheit in steigender Form zu Sklaven, doch alle anderen bekannten Systeme funktionieren nicht und bewahren uns nicht vor Hunger, Krieg und Leid in diesem Ausmaß.

Im Addendum möchte ich noch ausführen, dass der Kapitalismus imperialistisch ist und damit spätestens dann an seine Grenzen stößt, wenn die Menschen keinen Weg zur Ausbreitung mehr finden. Also sollte man entweder innerhalb der nächsten hunderten von Jahren auf eine Alternative kommen, die funktioniert oder große Fortschritte in der Raumfahrt machen.




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